Alles begann im Sommer 2021 mit einem YES-Flugtag im Sommerlager der SG-Säntis. Ich wusste kaum etwas über Segelflug doch kaum in der Luft, war es um mich geschehen. Die Ruhe, die Technik, das Spiel mit den Naturkräften: Es hat mich sofort gepackt und ich wusste: Das will ich lernen.
Bereits im selben Jahr startete ich mit den ersten Ausbildungsflügen, begleitet von einem erfahrenen Fluglehrerteam, das mich Schritt für Schritt in die Welt des Segelfliegens einführte. Im Winter folgte der Theoriekurs: Meteorologie, Navigation, Technik, Luftrecht… Neun Prüfungsfächer, die es beim BAZL zu bestehen galt. Anspruchsvoll, aber faszinierend.
Der Frühling 2022 folgte, die nächste Flugsaison und mit ihr die nächste Ausbildungsphase. Im Sommer war es dann so weit: Mein erster Soloflug. Allein in der Luft zu sein ein unvergesslicher Moment, der meine Leidenschaft noch einmal vertiefte.
Nach der Winterpause 2022/23 ging es in meine zweite Flugsaison diesmal mit klarem Ziel: die praktische Prüfung. Viele Stunden Training, Vorbereitung, Besprechungen und unzählige Starts führten schließlich zum 14. Juli 2023. Der Tag der Prüfung. Alles lief nach Plan und am Ende durfte ich mit einem breiten Grinsen und einer bestandenen Prüfung aus dem Cockpit steigen. Ein unbeschreiblicher Moment.
Was es braucht, um Segelfliegen zu lernen?
Die Ausbildung zum Segelflugpiloten ist nicht einfach aber erfüllend. Sie erfordert:
- Organisation: Fliegen lernt man nicht nebenbei es braucht Zeit, Planung und Durchhaltewillen.
- Motivation: Gerade in anspruchsvollen Phasen der Theorie ist es die Begeisterung zur Fliegerei, die dich weiterhin antreibt.
- Unterstützung: Ohne engagierte Fluglehrer:innen, Schlepppiloten, Windenführer und helfende Hände wäre es nicht möglich. Und in jungen Jahren die Unterstützung der Eltern.
Ich bin stolz darauf, mir die Segelflugausbildung selbst finanziert zu haben. Ein Traum, den ich mir durch harte Arbeit erfüllt habe. Während andere im Winter auf der Piste standen, habe ich in Skigebiets-Restaurants gearbeitet und bewusst auf vieles verzichtet, um in meinen Traum zu investieren. Doch all die Mühe und Entbehrung haben sich gelohnt. Ich konnte mir meinen Traum vom Segelfliegen erfüllen.
All das durfte ich erleben und dafür bin ich unglaublich dankbar.
Und jetzt?
Ich freue mich auf viele weitere Stunden in der Luft, neue Herausforderungen, Wettbewerbe und auf das gemeinsame Fliegen bei der SG-Säntis.
Denn eines ist sicher: Das Abenteuer hat gerade erst begonnen.



Schreibe einen Kommentar